Kunstsammlung Lenssen Juelicher

Die Sammlung Lenßen Jülicher wurde 1980 begründet und wird dank des großen Engagements der Eheleute Marie Luise Lenßen Jülicher und Manfred A. Jülicher ständig erweitert.

Manfred A. Jülicher hatte bereits 1962 selbst als Galerist und Autodidakt in der Mönchengladbacher Kunstszene mit Künstlern wie Mörs, Thorner, Koch, Borchard, Hansen, Klos, Overberg, L´Hoest, Lüpertz und Pöhler selbst ausgestellt, als der Firmeninhaber Karl Heinemann seine Geschäftsräume verlagerte und die bestehenden Räume für eine Ausstellung unter dem Titel >JUNGE KUNST< zur Verfügung stellte.

1963 ließ Manfred A. Jülicher in Gützenrath, dem heutigen Wohnsitz des Ehepaares Lenßen Jülicher, von dem Architekten Klaus Klothen ein Galeriehaus erbauen, in dem die heutige Kunstsammlung untergebracht ist.

Eine weitere Ausstellung mit Formteilen des Architekten Klaus Klothen für das Galeriehaus in Gützenrath, die der Mönchengladbacher Künstler Markus Lüpertz gestaltet hatte, und eine Serie von Holzschnitten von Manfred A. Jülicher im >ALTEN RATHAUS< in Erkelenz begründen die heutige Sammlung Lenßen Jülicher, die sich entsprechend der Galeriekonzeption ausschließlich aus Kunstwerken von Künstlern der Region zwischen Maas und Niederrhein zusammensetzt.

Künstler wie Rolf Bendgens, Hartmut Böhm, Siegfried Cremer, Hermann de Vries, Raimund Girke, Hermann Goepfert, Harald Hansen, Heiner Hilgemann, Bernd Koberling, Fritz Köthe, Anton Krämer, Heinz Lanser, Markus Lüpertz, Adolf Luther, Christian Megert, Herbert Oehm, Takis, Heiko Tappenbeck, Jan van Munster, Ingo Wegerl, und andere waren bis heute Gast in der >Galerie Jülicher< in Gützenrath.

Entsprechend dieser Ausstellungen wuchs die Sammlung in Verbindung mit den ausgestellten Arbeiten auch in der Galerie HS, deren Träger ebenfalls der heutige Galerist und Sammler Manfred A. Jülicher war. Dazu kamen Linol- und Holzschnitte sowie Textspurenbilder des Sammlers selbst und Bilder seiner Ehefrau Marie Luise Lenßen Jülicher.

Bei allen Ankäufen waren schöpferischer Ideenreichtum, malerische und grafische Eigenständigkeit und die Experimentierfreudigkeit der Künstler und die damit verbundene eigene Handschrift in Malerei, Grafik und plastischem Arbeiten Voraussetzung für die Integration in die Sammlung Lenßen Jülicher. Von daher ergab sich auch automatisch eine innere Geschlossenheit und Repräsentanz der niederrheinischen Kunstszene. In den 40 Jahren, in denen der Galerist Manfred A. Jülicher bis 2005 insgesamt 231 Kunstausstellungen selbst organisierte, entstand so eine Sammlung besonderer Prägung und Ausrichtung.